Durch  die  Unterzeichnung  des  Klimapakts  mit  dem  Staat  als  Vertragspartner  können Mitgliedsgemeinden von technischer Unterstützung und finanziellen Förderungen profitieren und eine aktive Rolle im Kampf gegen den Klimawandel übernehmen. Jede Mitgliedsgemeinde verpflichtet sich, ein Qualitätsmanagementsystem für ihre kommunale Energie- und Klimaschutzpolitik sowie ein Energiebuchhaltungssystems für ihre Infrastruktur und Anlagen einzurichten. Der Klimapakt stützt sich auf das Buchhaltungssystem „European Energy Award". Je nach kommunalem Handlungspotenzial können Mitgliedsgemeinden mit einem der drei Zertifizierungsniveaus ausgezeichnet werden. Prinzip - European Energy Award Der Klimapakt stützt sich auf den European Energy Award, ein von Gemeinden für Gemeinden entwickeltes Qualitätsmanagementsystem  für  die  Bereiche  Energie-  und  Klimaschutzpolitik.  Dieses  pragmatische und  umfassende  Modell,  das  den  nationalen  Umständen  angepasst  wurde,  ist  der  Nachweis  für Erfahrungswerte  seit  über  zwanzig  Jahren  in  etwa  zehn  europäischen  Ländern  –  u.a.  Deutschland, Österreich  und  der  Schweiz.  Dank  des  als  Handbuch  dienenden  79-Maßnahmen-Katalogs  werden Gemeinden  auf  effiziente  Weise  hinsichtlich  einer  nachhaltigen  Klimaschutz-,  Energie-  und Mobilitätspolitik beraten. Dieser Katalog umfasst sechs Hauptkategorien: - Raumordnung und kommunale Entwicklungsplanung - Kommunale Gebäude und Anlagen - Ver- und Entsorgung - Mobilität - Interne Organisation - Kommunikation und Kooperation. Anhand eines Zertifizierungssystems werden die von den Gemeinden gemachten Bemühungen – dem Maßnahmenkatalog  und  Handlungspotenzial  jeder  Gemeinde  entsprechend  –  bewertet  und  belohnt. Nach der Durchführung eines Audits, kann die Gemeinde mit einer von drei möglichen Zertifizierungen (40%, 50% oder 70% der maximal erreichbaren Punktzahl)ausgezeichnet werden. Energiebuchhaltungssystem Neben dem European Energy Award®-Qualitätsmanagementsystem verpflichten sich die teilnehmenden Gemeinden zur Einrichtung eines kommunalen Energiebuchhaltungssystems innerhalb von zwei Jahren nach Unterzeichnung des Klimapakts. Eine spezielle Software wird den Gemeinden zur Verfügung gestellt, mit der sie den Energie- und Wasserverbrauch sowie die Treibhausgasemissionen der kommunalen Infrastruktur  und  Anlagen  verbuchen  können  (kommunale  Gebäude,  Fahrzeuge  und  öffentliche Beleuchtung). Vorteile Der Klimapakt hat für Gemeinden folgende Vorteile: - Strukturierung ihrer Klima- und Energiepolitik dank eines Qualitätsmanagementsystems und  regelmäßiger Kontrollen - staatliche finanzielle Förderungen und technische Unterstützung - Senkung der Energiekosten dank einer verbesserten Energieeffizienz - Zugang zu einer Austauschplattform und Best-Practice-Beispielen - Ausbau des kommunalen Sensibilisierungs-, Informations- und Beratungsangebots - Stärkung ihrer Vorbildfunktion und Vermittlung von Vorbildaktionen - Förderung lokaler und regionaler Investitionen, des Wirtschaftslebens sowie des Arbeitsmarktes und demnach mehr Innovation und Wettbewerbsfähigkeit. Teilnahme Jede  Gemeinde  kann  den  Klimapakt  mit  dem  Staat  als  Vertragspartner  unterzeichnen.  Als Projektverwalter  und  technische  Hilfsstruktur  ist  myenergy  nationale  Ausbildungs-  und Beratungseinrichtung für Energieeffizienz und erneuerbare Energien, Hauptansprechpartner und kümmert sich um die meisten der einzelnen Prozessetappen. Am Klimapakt können auch mehrere Gemeinden gemeinsam sowie kommunale Zweckverbände teil- nehmen. Obwohl sich jede Gemeinde individuell im Vertrag mit dem Staat verpflichten muss und einzeln geprüft wird, werden auch auf regionaler Ebene durchgeführte Initiativen berücksichtigt und zugunsten jeder Mitgliedsgemeinde geprüft. Im Fall einer Zusammenarbeit zwischen mehreren Gemeinden wird zusätzlich zum kommunalen Klimateam ein regionales Klimateam eingesetzt. Prozessetappen - Vom Klimateam durchgeführte Ist-Analyse anhand des Maßnahmenkatalogs - Ausarbeitung und Vorschläge zum Arbeitsprogramm durch das Klimateam im Gemeinderat - Entscheidung über die einzusetzenden Maßnahmen durch den Gemeinderat und  Maßnahmenumsetzung durch die Gemeindeverwaltung - Erstellung eines Folgeberichts durch das Klimateam - Regelmäßige Leistungsbewertung der Gemeinde durch einen externen Auditor und ggf. Zertifizierung KlimateamTreibende Kraft ist das von der Mitgliedsgemeinde eingesetzte Klimateam. Der  Klimaberater,  eine  externe  oder  gemeindeinterne  Person,  leitet  das  Klimateam  und  treibt  den Prozess voran. Die kommunalen Vertreter unterstützen den Klimaberater bei seinen Aufgaben.Ein Team aus lokalen Vertretern wurde zusammengestellt um Ideen und Massnahmen auszuarbeiten, die dann von der Gemeinde umgesetzt werden sollen. Das Team wie auch die Gemeinde werden von einem externen Klimaberaten bei ihren Anstrengungen unterstützt. Thomas Rünnenburger hat die Mission die Gemeinde zu begleiten und anzuregen.- M. Romain Osweiler, Bürgermeister- M. Patrick Hierthes, Schöffe - M. Tom Leonardy, Gemeinderat - M. Reiner Hesse, Gemeinderat - M. Steve Werner, Angestellter- M. Guy Stemper, ingénieur-industriel communal- M. Claude Osweiler, Gemeindesekretär- M. Patrick Heinen, rédacteur communal- M. Michael Schütz, Forstarbeiter - M. Frank Schaltz, Techniker Vertrag Staat – Gemeinde Die  Vertragsunterzeichnung  des  Klimapakts  zwischen  einer  Gemeinde  und  dem  Staat  bringt Verpflichtungen für beide Parteien mit sich.   Die  Gemeinde  verpflichtet  sich  zur  Einrichtung  des  European  Energy  Award®- Qualitätsmanagementsystems und eines Energiebuchhaltungssystems. Der Staat seinerseits garantiert der Mitgliedsgemeinde finanzielle Hilfen und technische Unterstützung. Die technische Betreuung erfolgt durch myenergy und umfasst die Bereitstellung: - eines Energieberaters (25 bis 50 Tage im Jahr) - von Hilfsmitteln des European Energy Award®-Programms, wie beispielsweise den  Maßnahmenkatalog - einer Energiebuchhaltungssoftware - einer Datenbank mit Best-Practices-Beispielen - technischer Handbücher zur Umsetzung der Maßnahmen - eines Helpdesks.  Finanzielle Hilfen - eine jährliche Pauschalförderung (10.000 EUR): Hierbei handelt es sich um eine Bezuschussung der   Betriebskosten zur Finanzierung des Qualitätsmanagementsystems in Form einer jährlichen pauschalen Vorauszahlung nach Vertragsunterzeichnung. - eine variable jährliche Förderung (5 bis 35 EUR pro Einwohner, gedeckelt auf maximal 10.000  Einwohner): Hierbei handelt es sich um einen Jahresbonus für eea-ausgezeichnete Gemeinden. Ab  dem zweiten Jahr nach der ersten Auszeichnung ist diese Förderung zum Teil an Ziele zur  Treibhausgasreduktion bei der kommunalen Infrastruktur und den Anlagen einerseits sowie den  Haushalten andererseits gekoppelt. - die Finanzierung des (externen oder gemeindeinternen) Energieberaters.  ​
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